Philhippies - Zeit mit Pferden

Tiergestützte Pädagogik

Für Kinder, die Unterstützung brauchen


Nicht jedes Kind passt ins klassische System. Manche kämpfen mit Ängsten, mangelndem Selbstbewusstsein oder Konzentrationsschwierigkeiten. Andere haben Traumata erlebt, werden gemobbt oder zeigen oppositionelles Verhalten. Wieder andere sind hochsensibel, neurodivers oder haben Schwierigkeiten im sozialen Miteinander.


Bei uns finden diese Kinder einen Raum, in dem sie so sein dürfen, wie sie sind – ohne Bewertung, ohne Leistungsdruck.


Tiere fördern – ohne zu bewerten


Tiere reagieren auf Körpersprache, auf Präsenz, auf das Hier und Jetzt. Sie interessieren sich nicht für Noten, Diagnosen oder Verhaltensregeln. Was zählt, ist der Moment – und genau das macht sie zu idealen Begleitern für Kinder mit besonderen Bedürfnissen.


Was wir mit den Kindern machen


Wir arbeiten individuell – je nachdem, was das Kind gerade braucht:


tiergestützte Pädagogik, Reitpädagogik, Kinderlachen, Ponyreiten, sensorische Integration, Neurodiversität, Philhippies
  • Sensorische Integration & Körperwahrnehmung:
    Ein Pony striegeln aktiviert den Tastsinn. Über unebenes Gelände gehen trainiert Gleichgewicht. Das Gewicht eines Huhns auf dem Arm spüren gibt taktiles Feedback. Barfuß im Sand neben dem Pferd laufen erdet und beruhigt – besonders wichtig für Kinder, die sich schwer spüren oder regulieren können.
  • Emotionale Regulation & Traumaarbeit:
    Eine schnurrende Katze am Schoß beruhigt das Nervensystem. Ein Pferd putzen schafft Struktur und Routine. Hühner beobachten lehrt Geduld und Achtsamkeit. Die ruhige, bedingungslose Präsenz der Tiere wirkt regulierend – ohne Worte, ohne Druck. Für Kinder mit Traumaerfahrungen ist das ein sicherer Raum zum Ankommen.
  • Selbstbewusstsein & Selbstwirksamkeit:
    Ein großes Pferd nur mit der eigenen Körpersprache bewegen – das stärkt. Einem scheuen Huhn Vertrauen abgewinnen zeigt: Ich kann etwas bewirken. Gerade Kinder, die gemobbt wurden oder an sich zweifeln, erleben hier: Ich bin stark. Ich werde gesehen. Ich bin wichtig.
  • Soziale Kompetenz & Beziehungsfähigkeit:
    Eine Hühnerschar beobachten lehrt Fairness und Empathie. Gemeinsam ein Tier versorgen fördert Teamarbeit. Die Bedürfnisse eines Tieres erkennen schult Theory of Mind – auf eine natürliche, spielerische Weise. Für Kinder mit sozialen Schwierigkeiten ist das ein sicherer Übungsraum.
  • Oppositionelles Verhalten & Grenzen setzen:
    Tiere geben klare, ehrliche Rückmeldungen – ohne zu strafen. Ein Pferd, das nicht mitgeht, wenn die Körpersprache unklar ist. Ein Huhn, das Abstand hält, wenn man zu stürmisch ist. Kinder lernen hier: Grenzen sind okay. Respekt funktioniert in beide Richtungen. Und manchmal muss ich meine Strategie ändern, um ans Ziel zu kommen.
  • Konzentration & Achtsamkeit:
    Die Tiere holen Kinder ins Hier und Jetzt. Wer mit einem Pferd arbeitet, muss präsent sein – sonst reagiert es nicht. Das schult Aufmerksamkeit auf eine natürliche Art, ohne Zwang oder Überforderung.


Unsere Tiere – jedes auf seine Art


Bei uns leben Ponys und Pferde, Hühner, Hunde, Katzen und Ziegen. Manche verspielt, manche ruhig, manche frech. Genau diese Vielfalt macht die Arbeit so wertvoll:


Hyperaktive Kinder finden in ruhigen Tieren einen Anker. Ängstliche Kinder trauen sich bei kleinen Hühnern den ersten Schritt.

Kinder mit oppositionellem Verhalten erleben bei den Pferden klare Grenzen – ohne Machtkampf.

Traumatisierte Kinder finden bei den Katzen Trost.


Jedes Kind findet sein Tier.


Wie wir arbeiten


Im Erstgespräch schauen wir gemeinsam: Was braucht dein Kind gerade? Wo liegen seine Stärken? Was fällt schwer? Daraus entwickeln wir ein individuelles Förderkonzept – abgestimmt auf die Bedürfnisse deines Kindes.


Die Einheiten sind keine Therapie im klassischen Sinn, sondern erlebnisorientierte Förderung: Wir spielen, beobachten, bewegen uns, kümmern uns um die Tiere – und nebenbei passiert Entwicklung.


Dauer & Kosten:


Eine Einheit (60 min) kostet € 65.

Privacy policy

OK