Philhippies Reitpädagogik

Was genau ist Feinmotorik,

warum ist sie so wichtig und wie kann ich sie trainieren?

Unter Feinmotorik versteht man die kleinen, präzisen Bewegungen mit Fingern und Händen. Was kaum jemand weiß: auch die Bewegungen der Füße und Zehen, aber auch die Bewegungen des Mundes, der Zunge und der Gesichtsmuskeln zählt man zu den feinmotorischen Fähigkeiten.

So wird schnell klar, dass eine funktionierende Feinmotorik besonders wichtig für das Erlernen unserer Sprache ist, egal, ob es ums Sprechen oder Schreiben geht.


Eine gute Entwicklung der Feinmotorik – insbesondere der Handgeschicklichkeit – ist gerade auch beim Schuleintritt von größter Bedeutung. Wenn die Feinmotorik eines Kindes nämlich nur unzureichend trainiert ist, so kann es zu Problemen beim Schreiben lernen kommen.

Was versteht man unter Handgeschicklichkeit?


Die Handgeschicklichkeit setzt sich aus komplizierten und komplexen Bewegungsabläufen zusammen, z.B. mit wieviel Kraft, darf bzw. muss ich etwas anfassen, wie beweglich ist mein Handgelenk, funktioniert meine Hand-Hand-Koordination, wie zielgenau sind meine Hand- und Fingerbewegungen (Hand-Auge-Koordination), wie locker ist meine Schulter während der Handbewegungen, usw.


Folgen von Störungen der feinmotorischen Entwicklung


Ein Kind, das feinmotorisch nicht altersgemäß entwickelt ist, kommt in der Schule nicht so gut mit, weil es das Schreiben viel langsamer und mühevoller erlernt als seine Freunde. Das kann leider auch zu psychischen Problemen führen, weil die Kinder ein geringeres Selbstwertgefühl entwickeln.


Zusätzlich können Schmerzen und Fehlhaltungen entstehen, wenn das Kind über längere Zeit mit einer verkrampften Schreibhaltung versucht, mit den anderen mitzukommen.

Die Feinmotorik spielerisch trainieren


Zur Unterstützung der feinmotorischen Entwicklung mit Übungen, sollte man darauf achten, dass das Kind nicht nur Freude an den Tätigkeiten hat, sondern auch genügend Gelegenheit und Ruhe bekommt, die Dinge zu erforschen und mit allen Sinnen wahrzunehmen. Nur so tritt auch ein Lerneffekt ein. Beispiele für Spielideen zur Förderung von feinmotorischen Qualitäten sind u.a. Kneten (stärkt die Fingermuskulatur und fördert die Fingerbeweglichkeit), Perlen fädeln (Hand-Auge-Koordination) und Türme mit Bausteinen bauen.


Das Pferd als Motivator


Im Umgang mit dem Pferd ergeben sich viele feinmotorische Übungen ganz von selbst: da muss etwas Stroh aus dem Schweif gezupft werden, dort muss ein Karabiner oder eine Schnalle zugemacht werden, der Pferdeknoten will von den jungen Reiterinnen und Reitern fest geübt werden uvm.

Mit unserem speziellen Kurs „Den Stift im Griff – Mit Pferden zu einer besseren Feinmotorik“ möchten wir die Kinder gezielt auf den Schulstart vorbereiten und bieten jeweils drei Termine voller feinmotorischer Übungen rund ums Pferd. Zusätzlich bekommt jedes teilnehmende Kind ein E-Book mit Spielideen für zuhause mit.


Die aktuellen Termine findet ihr auf der Startseite unserer Homepage.

Quellen:
Erster Österreichischer Dachverband für Legasthenie
www.netmoms.de
www.betzold.at/blog/feinmotorik-foerdern

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